Eine Saa ûber Tahtalidag -
Der Ewige Flamme Chimera in Türkei


Wenn man an der Abzweigung Beycik einige Kilometer vorbeifährt, dann in die Abzweigung Cirali Sapagina abbiegt und diese Strecke 7 km lang hinunter fährt, erreicht man das Dorf Cirali Köyü.

Dann fährt man von Cirali aus 2 Kilometer in Richtung Norden. Vor Ihnen wird ein kleiner Berg erscheinen, der wie der Buchstabe „U“ aussieht. Von diesem Berg, dessen Mund bzw. Öffnung zum Meer schaut, ist ein Teil grün, die andere Seite schwarze Erde.

 

Sobald die Häuser von cirali enden, werden Sie sofort einen Weg bemerken, der nur aus zwei Reifenspuren besteht. Wenn Sie diesem Weg folgen, werden Sie richtig in den Buchstaben U hineingegangen bzw. hinein gefahren sein. Am Ende dieses Weges beginnen die Nadelbaumwälder.

Wenn Sie von hier aus dem mit kleinen roten Punkten versehenen Pfad folgen, erreichen Sie innerhalb einer halben Stunde auf einer Nähe von 250 – 300 über dem Meeresspiegel die von allein lodernde Flammenansammlung.

In der anatolischen Mythologie wird davon berichtet, dass diese interessante und einen großen Raum einnehmende Flammenansammlung seit 3500 Jahren lodert.

Bellerophontes, der Sohn des Königs von Argos, tötete während einer Jagdparty aus Versehen seinen Bruder und wurde deshalb von seinem Vater fortgejagt. Bellerophontes, der das Ägäische Meer überquerte und nach Anatolien kam, baute sich hier ein neues Leben auf.

Er begann bei einem der Könige dieser Region als Diener zu arbeiten. Verschiedene Quellen berichten davon, dass er ein gutaussehender junger Mann war. Aus diesem Grunde verliebte sich die Ehefrau des Königs in diesen ehemaligen Kronprinzen von Argos. Sie versäumte es auch nicht, ihm ihre Gefühle offen zu zeigen.

 

Doch Bellerophontes hatte genug persönliche Ehre, um sich nicht mit der Ehefrau des Königs, für den er diente, auf solch eine Beziehung einzulassen. Er wies die Königin zurück.

Doch die Königin ärgerte sich enorm darüber. Sie ging zu dem König und verleumdete Bellerophontes dem König gegenüber, er hätte sie vergewaltigen wollen und sie sei ihm nur entringen können, weil sie sich ihm widersetzt hätte.

Der König schäumte vor Wut. Er war sehr verärgert. Doch trotzdem wollte der König diesen jungen Mann nicht töten.
Er rief ihn zu sich, gab ihm einen Brief und befahl ihm, diesen Brief seinem Schwiegervater, dem König von Xhanthos zu überbringen. In diesem Brief stand, dass Bellerophontes sofort umgebracht werden müsse.


Bellerophontes, der sich auf den Weg machte, erreichte Xhanthos und übergab den Brief, den er bei sich hatte, dem König.

Der König, der den Brief nahm und durchlas, war zuerst sehr überrascht. Er war von der Naivität und dem guten Aussehen von Bellerophontes ziemlich beeindruckt. Er konnte es sich nicht ins Auge fassen, Bellerophontes direkt töten zu lassen.

Der König nahm ihn für eine Weile als Gast auf und verlangte von ihm letztendlich, das in der Umgebung von Tahtalidag lebende Ungeheuer Chimäre zu töten. Chimäre war ein Ungeheuer, das vorne einen Löwenkopf, in der Mitte einen Ziegenkopf und hinten einen Schlangenkopf besaß. Es spie aus seinem Mund und aus seiner Nase Feuer.

 

Daraufhin machte sich Bellerophontes auf den Weg. Er fing das beflügelte Pferd (Pegasos), den er unterwegs sah, setzte sich auf und flog mit ihm zu dem Ort, wo das Ungeheuer lebte.

Chimäre speite Feuer und versuchte sie zu vernichten, als es sie sah. Bellerophontes, der mit Pegasos Tahtalidag erreichte, kontrollierte aus der Nähe des Berggipfels die Bewegungen des Ungeheuers. Er bereitete seine Pfeile vor und begann, einen Gegenangriff vorzunehmen. Dabei schaffte er es, seine Pfeile mit Bleiklumpen an den Spitzen in den Maul des Ungeheuers zu werfen.


Die Eingeweide dieses Ungeheuers verbrannten in kurzer Zeit. Röchelnde Laute von sich gebend, stürzte das fürchterliche Ungeheuer zu Boden.

Chimäre war tot, doch sein verfaulter Körper schaffte es auch nach Hunderten von Jahren nicht, das Lodern der Flammen im Maule dieses Ungeheuers zu löschen. Einige Quellen berichten davon, dass das heilige Feuer der Olympischen Spiele von hier kommt.

* Text from www.kemerholiday.com